Amana Store eröffnet in Wuppertal

26.03.2011 23:23


 

14.03.2011 Wuppertal: Neuer muslimischer Laden könnte zum Anziehungspunkt werden

"Amana Store" eröffnet
 

(iz). Am 5. März eröffnete in der Wuppertaler Innenstadt, nur etwa zwei Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof entfernt, ein neuer muslimischer Laden: der Amana Store. Er bietet das Sortiment von Amana-Buch, bisher ein reiner Online-Shop, die Halal-Süßwaren von Halalibo und die bekannten Shirts und Accessoires von Styleislam an.


 

„Der Laden ähnelt im Inneren einem Loft“, erzählt der Inhaber Taufik Jakob. „Die Styleislam-Produkte bilden einen Shop im Shop, wir vertreiben und promoten sie für Styleislam“. Die Eröffnung ging in Form eines „quiet opening“, wie Taufik Jakob es nennt, vonstatten, das heißt ohne größere aktive Bekanntmachung. Dennoch seien immerhin gut 100 Besucher gekommen. Intensivere Werbung soll dann in nächster Zeit starten. Jeder Besucher, der am Eröffnungstag in den Laden kam, wurde nach muslimischer Sitte mit Milch und Datteln empfangen.

Muslimische Buch- und Medienshops sind in deutschen Städten bisher eine absolute Seltenheit. Das liegt wohl vor allem daran, dass sich dies bislang kaum zu lohnen schien, gerade angesichts der Mietpreise in guten Innenstadtlagen. Daher spielt sich der Buchhandel mit muslimischen Titeln in Deutschland hauptsächlich im Internet ab, dazu in sehr geringem Umfang in Moscheen und bei Veranstaltungen. Lediglich bei türkischsprachigen Titeln spielen noch mehrtägige Buchmessen beziehungsweise Büchermärkte (Kitap Fuari) noch eine gewisse Rolle.

Warum ist man bei Amana-Buch das Wagnis einer Ladeneröffnung eingegangen? „Wir vertrauen auf Allah, dass die Sache funktionieren wird. Natürlich haben wir es auch durchkalkuliert und hoffen, dass es Gewinn abwerfen wird, aber der Rest liegt natürlich bei Allah und liegt außerhalb unseres Einflusses.“ Man habe als Standort gezielt die Innenstadt gewählt, weil man sich „nicht verstecken“ wollte, und natürlich auch, um nichtmuslimische Kunden ansprechen zu können, wie auch so genannte „Laufkundschaft“. Anders als die meisten anderen Geschäfte hat der Amana Store am Freitag, dem muslimischen Tag des Freitagsgebets, geschlossen.

Für die Zukunft sind auch Veranstaltungen wie Autorenlesungen oder Vorträge im Laden geplant. Wuppertal ist aus dem Raum Düsseldorf und dem Ruhrgebiet in der Regel gut erreichbar. Vielleicht entwickelt sich der Amana Store auch zu einem Treffpunkt und einer Kontaktbörse, wie dies schon häufig bei „Szene-Läden“ auch in anderen Bereichen der Fall war.

 


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